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Jahresbericht Naturschutz 2025

Insgesamt pflegt der NVU Naturschutzgebiete und andere Flächen mit einem hohen Naturwert von insgesamt fast 3 Hektaren. Das entspricht knapp 30‘000 m2. Da kommt immer einiges an Arbeit zusammen und so erstaunt es nicht, wenn wir 2025 verteilt auf 12 Einsätze rund 311 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet haben. Wie immer ist das Wichtigste, dass sich niemand verletzt hat, ausser natürlich die unvermeidbaren Blasen an den Händen oder ein etwaiger Muskelkater. Was auch ganz wichtig ist: Spass, und davon hatten wir reichlich.

Apropos reichlich: Wasser gab es im September auch reichlich. So war das Allmendli randvoll und an ein Befahren mit dem Kommunaltraktor der Gemeinde für das Abführen der Streu war nicht zu denken. Den Einsatz einfach abzusagen und auf trockenere Zeiten zu hoffen, stand auch nie zur Debatte, denn bei so viel Wasser wäre die Situation bis im März unverändert unbefahrbar geblieben. Aber bis am 1. März muss die Streu gemäss Schutzverordnung abgeführt sein… Nun, Probleme sind zum Lösen da. Aber wie schafft man es mit roher Muskelkraft mehrere Tonnen Streu aus dem Allmendli herauszuschaffen? Kleinere Versuchsballone in der Vergangenheit mit unserem Handwagen oder einer Schubkarre waren nicht erfolgreich, da das Gelände viel zu kupiert ist. Doch was wäre, wenn wir zwei Schubkarren Kopf an Kopf verbinden würden und so zwei Leute, eine Person vorne und eine hinten, ziehen, respektive stossen könnten? In der Mitte wäre schön austariert die Heublache mit dem Schnittgut. Nun muss man fairerweise sagen, dass die Idee natürlich nicht von mir stammt. Vor ein paar Jahren habe ich ein vom Prinzip her identisches Gefährt auf einer abgelegenen Jagdhütte gesehen. Eine wunderbare Metallkonstruktion mit perfekten Schweissnähten und sogar einer Handbremse. Eingesetzt wird es von Jägern, um schwere Beute, z.B ein Hirsch, auf schmalem Pfad ins Tal zu bringen und anderes Material wohl auch wieder bergauf. Also, genau dasselbe Bedürfnis wie wir es im vergangenen September hatten: viel Gewicht mit roher Muskelkraft in unwegsamem Gelände fortbewegen. Innert kürzester Zeit entstand so unsere „Honerette“ – eine „Karrette“ für das Allmendli auf dem „Honeret“. Obwohl nur ein Prototyp, hat sie ihren ersten Einsatz mit Bravour be- standen. Wir haben sogar geschafft, woran wir in den vergangenen Jahren oft auch mit dem Einsatz von grossen Maschinen gescheitert sind: am Ende des Einsatzes war das Allmendli geräumt und die grosse Mulde randvoll! Gegenüber dem Traktor haben wir mit der Honerette einen entscheidenden Vorteil: es kann gleichzeitig geladen/verpackt, transpor- tiert und entladen werden. Mit dem Traktor geht das alles nur hintereinander. Bekanntlich kann durch Parallelisieren der Durchsatz in einem Prozess signifikant gesteigert werden. Das haben wir im Allmendli umgesetzt. OK, das funktioniert natürlich nur, weil wir viele Hände sind, und das sind wir! Neben der Einsatzfähigkeit in mit Maschinen unbefahrbarem Terrain, hat die Honerette noch einen entscheidenden Vorteil für die Natur: es entstehen fast keine Fahrspuren, wie wir sie vom Traktor kennen. Meine Annahme ist, dass das grundsätzlich gut ist für alles im Boden lebende Getier. Also: heissen wir die Honerette willkommen in unserem Gerätepark! Ich gehe davon aus, dass wir sie regelmässig an unseren Einsätzen antreffen werden!

Ein Jahresbericht geht nicht ohne allen HelferInnen einen grossen Dank auszusprechen! Ohne eure Hände wäre das alles nicht möglich! Ohne eure Kochkünste wären wir alle verhungert! Danke für eure Flexibilität, was Einsatztermine betrifft und den Einsatz neuartiger Gerätschaften! Auch die Gemeinde Urdorf zeigt immer wieder grosse Flexibilität beim Bereitstellen von Maschinen und ebenso die Brähm Gruppe, unser anderer Partner für die Pflege der Untermatt.

Text und Foto: Peder Zipperlen

 


 

 



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